dialog

feedback dialogisch gestalten

Hier möchten wir einige grundlegende Regeln benennen, die für einen konstruktiven, lernbetonten Dialog und konstruktive Feedbackprozesse relevant sind:

  1. Nehmen Sie sich die nötige Zeit für das Gespräch und die Kontaktaufnahme (Rapport)
  2. Sprechen Sie in Ich-Botschaften
    Sprechen Sie Ihre Wahrnehmungen und Wahrheiten so aus, dass sie als ihre Meinung kenntlich werden.
    Also: Ich habe wahrgenommen, dass.. Mein Eindruck ist…., ich finde….. anstatt in Du-Botschaften (du hast das und das getan, gesagt…) oder in Verallgemeinerungen zu sprechen (das tut man nicht, so verhält man sich nicht…)
  3. Sprechen Sie über konkrete Situationen
    Beispiele und konkrete Situationen zu benennen,  hilft dem Gegenüber Ihr Gesagtes einzuordnen und es nach zu empfinden.
  4. Sprechen Sie über Verhalten, nicht in Zuschreibungen
  5. Sprechen Sie über wahrgenommene Verhaltensweisen und Handlungen einer Person. Diese sind veränderbar. Zuschreibungen beginnen häufig mit Annahmen über die Identität einer anderen Person: Du bist so und so…
    Solche Zuschreibungen manifestieren mehr die persönlichen Einstellungen als dass sie zu Verhaltensänderungen führen.
  6. Sprechen Sie Ihre Empfindungen aus
    Teilen Sie mit wie die Situation auf sie emotional gewirkt hat, z.B. Ich fand das befremdlich…., Ich fand es schade…, das hat mich verunsichert……
  7. Bieten sie Alternativen und Wünsche an
    Geben Sie Ihren Wünschen eine Richtung und sprechen Sie sie aus: Ich denke, das Verhalten X angemessener wäre; Hättest Du so und so reagiert…
  8. Nehmen Sie sich Zeit für die Betrachtungen des Gegenübers
    Lassen Sie den Gesprächspartner Stellung beziehen. Achten Sie darauf, dass sich das Gespräch nicht in Rechtfertigungen verstrikt. Bewahren Sie Ihre konstruktive Haltung.
  9. Es mag profan klingen, doch die Praxis zeigt, dass hier und dort noch Kommunikationsregeln Dialogprozesse unterstützen können.