dynamik

vergangenheit versus zukunft

Oft erzeugen alte, vielleicht nicht mehr adäquate, Überzeugungen und Emotionen eine stärkere innere Wirkung als  gewünschte persönlichen Veränderungen. Insbesondere unser Denken, unser kognitiver Apparat, zeigt die Neigung Erfahrungen und Geschehnisse mit Gewesenen zu vergleichen und so zu sortieren. ‘Das ist so, weil…’ , ‘Das war so wie neulich als….’, ‘Das erinnert mich an….’. Solche Bewertungen sind im Sinne des inneren Gleichgewichts stabilisierend. Gleichzeitig sind sie unökonomisch im Sinne der Entwicklung: Durch die sprachlichen Vergleiche mit alten Situationen werden diese verstärkt und neuen Erlebnisräumen wird die Kraft der Veränderung/ des Neuen beraubt. Anders ausgedrückt: Die Vergangenheit festigt ihren Realitätsanspruch gegenüber der Gegenwart und der Zukunft.