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personal mastery

Das Konzept der Personal Mastery entstammt dem Ansatz der lernenden Organisation von Peter Senge. Es beschreibt einen Prozess für persönliche und zukunftsbezogene Entwicklungsarbeit. Wir haben daraus ein Fragenset für das Selbstcoaching entwickelt:

1. Meine Persönliche Vision
Die persönliche Vision beschreibt einen persönlich erwünschten Ziel- und/ oder Seinszustand. Ähnlich wie bei Strategieprozessen für Organisationen werden die motivationalen Kräfte zur Erreichung der Ziele aus dem Visionsentwurf gespeist; von der Zukunft zur Gegenwart. Die persönliche Vision kann sowohl privat als auch professionell sein, oder auch beides verknüpfen.

Was ist meine persönliche Vision? Was und wie möchte ich leben?Beschreiben Sie die Vision möglichst präzise und sinnesspezifisch.
Stellen Sie sich möglichst sinnlich eine Referenzsituation in der Zukunft vor, in der Sie die Vision leben:

Wo sind Sie?
Wen oder Was sehen Sie um sich herum?
Was hören Sie, sagen Sie?
Wie können Sie körperlich wahrnehmen, dass das eine wunscherfüllende Situation ist?
Gibt es etwas Bestimmtes, dass Sie riechen oder fühlen können?

2. Verpflichtung zur Wahrheit
Hier plädiert Senge für eine konsequente Selbsteinschätzung und Selbstbewusstsein bezüglich eigener Stärken und Schwächen. Nur wer ehrlich gegenüber sich selbst ist, wird Wege finden auch schwierige Phasen zu durchschreiten und ‚in der eigenen Kraft’ zu bleiben.

Wo stehe ich heute in Bezug auf meine Vision?
Was sind meine Stärken und Ressourcen?
Was muss ich noch lernen, kommunizieren, entwickeln, um die Vision zu erreichen?

3. Kreative Spannung
Senge beschreibt einen Unterschied zwischen kreativer und emotionaler Spannung. Die kreative Spannung ist dabei der gegenwärtige Zustand mit einem Fokus auf die Vision (zukunftsbezogen, Ambiguität) und der Fähigkeit diesen Schwebezustand aufrecht zu erhalten. Die emotionale Spannung beschreibt eher das Zurückfallen in alte Verhaltensmuster und Dynamiken. Ziel ist es hier, die kreative, zukunftsbezogene Spannung zu halten.

Wer oder was sind meine grössten Kritiker?
Wo können meine Schwachpunkte/ Stolpersteine liegen?
Worauf muss ich ganz besonders acht geben?
Was kann mich im täglichen Prozess unterstützen, meine Vision, meinen neuen Lebensentwurf aufrecht zu erhalten?
Wie/ Womit kann ich mich auch in schwierigen Situationen daran erinnern?

4. Das Unbewusste nutzen
Darunter versteht Senge die Fähigkeit, die eigene Intuition und unser Selbstvertrauen zu nutzen, um Dinge auch geschehen zu lassen, anstatt sie nur mit viel Energieaufwand voranzutreiben.
Die Nutzung von intuitiver Intelligenz und Wahrnehmungsstärke stehen dabei in der Betrachtung.
Was habe ich früher schon geschafft und wie ist es mir gelungen?
Was kann ich dafür tun, um die zukunftsgerichtete Energie aufrecht zu erhalten?
Welche inneren konstruktiven Überzeugungen leiten mich dabei?
Was kann ich dabei an mein Unbewusstes delegieren um Dinge geschehen zu lassen?
Welcher persönliche Zustand ist dafür der Beste?
Wie kann ich diesen wachrufen?