Ökonomie

regulationsprinzip

Das psychologische Verständnis von Ökonomie ist eng verbunden mit der Geschichte der angewandten Psychologie. Schon Freud führte den Begriff der Ökonomie ein, um zu beschreiben, wie das erwachsene Ich bemüht ist,  seinen Idealanforderungen einerseits und seinem Luststreben andererseits gerecht zu werden, eine Balance zu schaffen. Alltagssprachlich hieße das heute: Alles unter einen Hut zu bekommen und dabei noch gut aussehen und Spass haben.

In späteren Disziplinen und Schulen wird der Begriff der Ökonomie noch stärker mit einer inneren Selbstregulation verknüpft, die dazu dient einen stabilen Zustand zu erhalten. Eine geglückte Ökonomie besteht darin, ein inneres und äußeres Gleichgewicht zu schaffen. Eine mißlungene Ökonomie ist damit beschäftigt, sich selbst erhaltende Regulationsprinizipien aufrecht zu erhalten um das Gleichgewicht im System nicht zu stören: Zwänge, Süchte, Abspaltungen, Rechtfertigungen können dabei auf der persönlichen Ebene den bestehenden Zustand stabilisieren. Auf der Ebene von Systemen sind es verfestigte Positionen, Regeln, normative Vorstellungen, Sprachlosigkeit und übersteigerte Sicherheitsbedürfnisse die Veränderungen erschweren.

‚Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht’ ist ein Axiom neben anderen aus dem Neurolinguistischen Programmieren. Es beschreibt radikal die Ökonomie unseres Verhalten, ohne dieses vorschnell zu bewerten. Insofern ist es auch eine sehr gute Arbeitsgrundlage für, im ökonomischen Sinne, die unökonomische und dennoch notwendige Veränderungsarbeit.