wahrnehmen

der Anfängergeist kennt unendlich viele Möglichkeiten, der Expertengeist dagegen nur wenige

Shunryu Suzuki

sich vergegenwärtigen

In den Momenten, in denen der Geist nicht auf Autopilot sein Programm abspult, werden wir gegenwärtig und nehmen wahr, was ist. Unsere Sinne und Sensorik entwickeln dabei die Fähigkeit, äußere Geschehnisse und innere Prozesse zu betrachten. Wir können wahrnehmen, ob uns warm oder kalt ist, wie ein Raum auf uns wirkt, die Geräusche um uns herum, das von anderen Gesagte hören. Bewusste Wahrnehmung vergegenwärtigt uns mit uns, mit dem Raum und den Menschen um uns herum, mit der Welt.  Oftmals jedoch sind wir so sehr mit unseren Anforderungen, Zielsetzungen und dem Wollen beschäftigt, dass wir nicht wirklich wahrnehmen was ist – unsere mentalen Treiber sind lauter als die Sinne. In diesen Phasen sind wir rein kopfgesteuert, verlieren den Kontakt zu unserem Körper und seinen Bedürfnissen.  Achtsamkeit geht dahin, Stress kann entstehen.

In der buddhistischen Psychologie, die ihre Wurzeln in der yogischen Kultur hat, wird Achtsamkeit und Gewahr werden als ein Prozess verstanden, der Körper und Geist als Einheit betrachtet. Mit dem Körper wahrnehmen – mit dem Geist körperliche Prozesse verstehen, sind die Grundlagen einer achtsamen Haltung.